Modellbahn-Ecke   ....   vom Vorbild zum Modell

"Hollstadt"
"Taubachsmühle"
"Rothhausen"

Unter der Kategorie Modellbahn-Ecke präsentieren sich meine entstandenen Modelle. Für viele Module gibt es ein real existierendes Vorbild. Mit liebevollen Details wurden diese Vorbilder so realistisch wie möglich nachempfunden und in den Massstab 1:160 (Spur N) umgesetzt. Mit einem Mausklick auf die Bilder bekommt man Wissenswertes zur Entstehungsgeschichte, auch sind weitere Bilder von den Modellen zu sehen. “Unterfalkenbrunn” bietet dem Modellbauer daneben Tipps zum Modulbau, aber auch Hilfestellungen zum Gleis- und Weichenselbstbau auf Basis des PETAU-Gleissystems.

Das sind sicher nur ein paar Fragen, die beim Einstieg in dieses vielfältige Hobby auftreten. Oder man fängt einfach an, Gleise und Weichen auf einer Spanplatte zu verlegen. Wer hat nicht schon bald festgestellt, dass dies alles nicht richtig funktioniert, wie man es sich in seiner Phantasie so vorgestellt hat.

Mein Weg zur Modellbahn

Aller Anfang ist schwer

Wie kam ich denn nur zur Eisenbahn?

Diese Frage stell ich mir heute noch – irgendwie war das Interesse einfach da. Vielleicht lag es daran: In meiner Kindheit habe ich unterm Tannenbaum mit einer Spur 0 Märklin Eisenbahn spielen dürfen, welche die Eltern in wechselnder Jahresfolge mit der Carerrabahn an Weihnachten im Wohnzimmer aufgebaut hatten. Hier sehe ich einen Ansatz, wie mich der Eisenbahnvirus wohl infiziert hat.

Motivation zum Modulbau

Schnell habe ich die Vorteile von Modulen oder Segmenten im Eisenbahnmodellbau erkannt. Nicht nur, dass man diese Teilstücke wesentlich einfacher transportieren kann. Es ist auch viel einfacher, an einem Modul zu arbeiten, als an einer konventionellen Plattenanlage. Hier hatte ich mit meiner Modellbahn “Gemünden” schon schmerzhafte Erfahrungen machen müssen: Beim verlöten der Kabel unter der Platte mußte ich wahrhaft akrobatische Verrenkungen absolvieren. Eines Abends ist flüssiges Lötzinn direkt in meinem Gesicht gelandet, ab diesem Zeitpunkt hatte ich die unbequemen Arbeiten über Kopf endgültig satt.

Die fremo-n Philosophie

Wie eingangs erwähnt, hatte ich in Sennfeld bei Schweinfurt in einem Gaststättennebenraum meinen Erstkontakt zu den N-Bahnern im FREMO. Damit das Vorhaben von vorbildgerechtem Betrieb auf landschaftlich und technisch optimalen Modulen gelingen kann, haben die Mitglieder von fremo-n eine Norm entwickelt, nach der streng gebaut wird. Die Erfahrung hat gezeigt, je disziplinierter jeder Mitspieler sein Modul gebaut hat, desto weniger Probleme treten bei den Treffen mit anderen Modellbahnern auf. So wurde neben der exakten Einhaltung von Normmaßen auch der Einsatz von Code-40 Gleismaterial festgeschrieben. Aber auch beim Fahrzeugeinsatz fährt nicht alles durcheinander auf den Modulen herum. Dadurch entsteht für Mitspieler eine fast perfekte Illusion von vorbildlichem Bahnbetrieb in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Da kann man so richtig von der “guten alten Zeit” träumen

Auf die Jahreszeit kommt es an

Auch hier stellt sich eine entscheidende Frage für den Modellbahner. Irgendwie hat jede Jahreszeit ihre Reize, aber wie kann man diese im Modell so umsetzen, dass es für den Betrachter realistisch erscheint?

Die meisten Modellbahner kennen diese Probleme:

Modellbahn-Ecke

Bilder von den Anfängen

Die Altstadt

Die Scherenburg

Cafe´ Madlon

Das Obertor

Aus der Luft

Saalebrücken Hollstadt

Vorflutbrücke Taubachsmühle

Haltestelle Rothhausen

...und schließlich hatte ich im Winter 1992 eine schicksalhafte Begegnung mit ein paar Modellbahnern, die Module bauten. So etwas war mir bis dahin immer nur aus einschlägigen Fachzeitschriften bekannt. Meine Eisenbahnanlage um die Altstadt von Gemünden herum hat im Hobbykeller zwischenzeitlich schon bedenkliche Ausmaße genommen. So richtig klappte da ehrlich gesagt zwar nichts drauf, aber trotzdem war ich mächtig stolz. Als ich dann die besagte Begegnung mit Reinhard, Udo, Thomas und Gunther in einem kleinen Gaststättennebenraum hatte, änderte sich das schlagartig! Ich war auf einem regionalen Modultreffen des FREMO (Freundeskreis Europäischer Modelleisenbahner) gelandet und seither komme ich von dieser Faszination nicht mehr los. Noch am selben Tag schlich ich mitten in der Nacht zu meiner Modellbahn in den Keller, knippste das Licht an und stellte ernüchtern fest: “Jetzt kann ich eigentlich nur noch alles abreissen”.

Eines Tages kaufte ich mir im örtlichen Spielwarenladen ein paar Faller Mauerplatten und ich begann, an einem Modell des Städtchens zu basteln. Wegen meinem kleinen Zimmer, das ich damals zur Verfügung hatte, landete ich schließlich beim Maßstab 1 : 160. Die N-Spur kannte ich schon von meinem Kumpel Andreas – und so ging es los. Es kamen intensive Modellbahnzeiten, dann wurden wieder mal andere Dinge für mich wichtiger...

Während meiner Schulzeit bin ich dann zweimal wöchentlich mit dem Zug zwischen Schweinfurt und Würzburg gefahren, was mein Interesse an diesem Verkehrsmittel weiter erweckt hat. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie am Montag gegen sechs Uhr morgens eine blaue E18 den Eilzug von Bamberg nach Würzburg zog - und ich durfte ab Schweinfurt ein Stück mitfahren. Da sind noch die eisenbahntypische Geruch von Öl in der Nase. Auch das ohrenbetäubende, nicht enden wollende Quietschen der Bremsklötze ist heute noch in meiner Erinnerung wach. Und da waren noch die modernen 103 und 111, welche vor den schnellen D- und IC-Zügen in Würzburg elegant an die Bahnsteige heranfuhren. Zur Ausbildungszeit war ich dann in Gemünden am Main gelandet – zwar nicht als “Stift” bei der Bahn, aber zumindest wohnte ich an einem wichtigen Eisenbahnknotenbahnhof. Der ICE war damals noch Zukunftsmusik und interessierte mich weniger, viel mehr faszinierte mich die Stadtsilhouette dieser fränkischen Kleinstadt. Die engen Gassen, die romantische Lage des Ortes, von Fränkischer Saale und Main umrahmt haben es mir angetan. Und hoch droben über all dieser Idylle tront die mittelalterliche Ruine Scherenburg.

An Modulen dagegen kann man fast überall basteln. Am Küchentisch, im Bastelzimmer, oder wenn es die Witterung zuläßt, sogar auf dem Balkon. Auch die geruchsintensiven Klebe- und Malerarbeiten kann man so bequem außerhalb seiner vier Wände durchführen Der Hauptvorteil gegenüber einer stationären Plattenanlage ist in der Flexibilität des Einsatzes zu finden. Und genau hier bietet FREMO seinen Mitgliedern eine ideale Plattform. Ich kann mich nicht erinnern, dass seit meiner rund zehnjährigen Mitgliedschaft nur ein einziges Modul-Arrangement exakt gleich aufgebaut wurde, so wie es schon einmal irgend wo in Deutschland aufgebaut war. So ist es immer wieder interessant, auf diesen Treffen richtigen Fahrbetrieb durchzuführen.

Auch bei den N-Bahnern im FREMO fand ich diese Argumentation wieder. Neben saftigen Wiesen läßt sich auch realistisch ein schon beige verfärbtes Getreidefeld darstellen, sogar die Apfelbäume tragen bereits kleine Früchte. Diese Argumente sprechen eindeutig für den Juli und deshalb habe ich auch meine Landschaften auf den Modulen in dieser Jahreszeit dargestellt.

Bleibt nur noch der Sommer. Damit ist aber noch nicht die Entscheidung getroffen, denn auch der Sommer bietet dem Modellbahner die unterschiedlichsten Farbvariationen in seiner Landschaft. Beginnend vom satten Grünton Ende Mai bis Anfang Juni. Hier ist das frische Gras und die gerade ausgetriebenen Blätter der Bäume sehr dominierend. Im Juli wechselt der Farbton der Landschaft dann langsam in trockene Beigetöne. Seinen Namen erhielt der Monat ursprünglich von Julius Cäsar, da dieser im Juli Geburtstag hatte. Einige alte Namen für den Sommermonat sind auch Wärmemond oder Heumonat. Die Ernte wird bis Monatsende eingefahren und der Duft der Landschaft sattelt um von saftig grünem Junigeruch in die herbe Frische des Stroh´s. Im August dagegen dominieren wieder abgeerntete Felder – für meinen Geschmack zu kahl für die Umsetzung ins Modell. Und den September müßte man eher wieder dem Herbst zuordnen.

"Unterfalkenbrunn"
Lokalbahn-Ecke

Mitglied im FREMO eV.

engagiert bei ”fremo-n” und bei der AG-V&M

Hauptseite

AG-Vorbild&Modell

Eine Frühlingslandschaft mit seinen farbenprächtigen Blumenwiesen wirkt im Modell eher kitschig. Auch im Herbst wirkt eine zu intensive Blätterfärbung meist unrealistisch auf das Auge des Betrachters.

Beginnen wir im Winter – sicherlich sehr reizvoll, aber wie oft liegt in Deutschland eigentlich Schnee? Die Klimaveränderung trägt heute sicher dazu bei, dass die von Erzählungen bekannten Schneemassen selbst in den Mittelgebirgen nicht mehr an der Jahresordnung sind. Außerdem ist eine weiße Anlage eher ein Thema für Weihnachten, da die Stimmung hier passen würde. Und wie setzt man das realistisch um? Ich kam also zur Erkenntnis, dass Winter nicht mein Thema werden wird

Meine Module im Überblick

Bahnhof Unterfalkenbrunn

Baustelle

Signalmodul Sonderhofen

"Sonderhofen"

Abzweigstelle Rannungen

Baustelle

Schleuseviadukt Themar

Baustelle

Abzweigstelle Schönbusch-Nilkheim

Cotton braun
Cotton braun
Cotton braun
NilkheimAbzweig_web
UFB-Ecke_web
SinalSonderhofen